Der Mensch ist die Zukunft der Feuerwehr

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Am 31. Oktober 2026 fand im Rathaussaal in Kötschach-Mauthen der Bezirksfeuerwehrtag der Feuerwehren des Gail-, Gitsch- und Lesachtales statt.

Rückblick auf die letzten Jahre

Bezirksfeuerwehrkommandant (BFK) Herbert Zimmermann berichtete über die derzeitige Situation der Feuerwehren des Bezirkes Hermagor und blickte auf die Ereignisse der vergangenen Jahre zurück. Die 44 Feuerwehren (43 Freiwillige Feuerwehren, 1 Betriebsfeuerwehr) des Bezirkes zählen derzeit rund 3.000 Feuerwehrleute, davon 175 Frauen. Über 120 Feuerwehrjugendmitglieder bereiten sich in vier Jugendgruppen auf den aktiven Dienst in den Feuerwehren vor. Im Frühjahr 2026 beschäftigte die Einsatzkräfte der bisher größte Waldbrand des Landes im Lesachtal. Rund 110 Hektar land- und forstwirtschaftliche Flächen gerieten in Brand und führten zu wochenlangen, mühevollen Löscharbeiten. Rund 2.000 Feuerwehrleute waren dabei gefordert, unterstützt vom Bundesheer, von anderen Einsatzorganisationen, Behörden, Land Kärnten, Gemeinden und der örtlichen Bevölkerung. Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude konnten so vor dem Feuer geschützt und eine weitere Ausbreitung des Großbrandes verhindert werden.

 

Führung, Verantwortung und Vertrauen

Unter dem Leitgedanken „Die Zukunft der Feuerwehr entscheidet sich nicht durch Technik, sondern durch Menschen“ regte BFR Klaus Tschabuschnig, Leiter der Landesfeuerwehrschule Kärnten und des Referates „Einsatz und Ausbildung“ im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV), in seinem Impulsreferat „Führen im Takt des Einsatzes“ die Anwesenden zum Nachdenken über die Schlagworte Führung, Kompetenz, Verantwortung und Vertrauen an. Er verglich dabei anschaulich die Tätigkeit des Einsatzleiters mit der des Dirigenten eines großen Orchesters.

 

Wertschätzung durch Auszeichnungen und Ehrungen

Im feierlichen Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages wurde dem Bürgermeister von Kötschach-Mauthen, Josef Zoppoth, von Landesfeuerwehrkommandant und Vizepräsident des ÖBFV Rudolf Robin die Florianiplakette in Bronze überreicht. Sie wird an Personen verliehen, die das Feuerwehrwesen in besonderer und hervorragender Weise gefördert haben und keine Angehörigen von uniformtragenden Organisationen sind. Aber auch zahlreiche Feuerwehrfunktionäre wurden für ihre langjährige und verdienstvolle Tätigkeit ausgezeichnet und damit wertgeschätzt. So erhielten langjährige Ortsfeuerwehrkommandanten und Funktionäre das Ehrenzeichen am Band in Bronze, Bezirksausbildner das Verdienstabzeichen in Silber und Bewerter die Bewerterspange in Bronze, Silber und Gold verliehen. Mit dem Verdienstzeichen 3. Stufe des ÖBFV wurden die langjährigen Bezirksbeauftragten OBI Helmut Mörtl (BAWZ - Bezirksalarm- und Warnzentrale) und BI Gerald Krassnig (Atemschutz) ausgezeichnet. Abschnittsfeuerwehrkommandant, Bezirksausbildungsleiter und Vorsitzender des Schulausschusses am KLFV, ABI Robert Koppensteiner, erhielt das Ehrenzeichen am Band in Gold verliehen. Für seine langjährige, verdienstvolle Tätigkeit als Kassier des Bezirksfeuerwehrkommandos (BFKdo) Hermagor wurde HV Gerhard Tassotti Dank und Anerkennung ausgesprochen.

 

Ehrengäste

Neben den bereits zuvor genannten Ehrengästen nahmen unter anderen auch die beiden Landtagsabgeordneten Bürgermeister Ronny Rull (St. Stefan im Gailtal) und Luca Burgstaller, Bezirkshauptmann-Stv. Manfred Jost, die Bürgermeister Bernhard Knotz (Lesachtal) und Markus Salcher (Kirchbach) sowie Vizebgm. Josef Zankl (Dellach/Gailtal), der Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienst-Koordinator von Kärnten und Bezirksfeuerwehrkommandant von Villach Land, OBR Libert Pekoll, ABI Hannes Rinner für den Bezirksfeuerwehrverband Lienz (Osttirol), HBI Georg Zankl (Vorsitzender des Technischen Ausschusses beim KLFV), Bezirkspolizeikommandant Hptm. Christoph Michelitsch, Baltasar Mitterer vom Zivilschutzverband, Ortsstellenleiter Günther Themessl vom Roten Kreuz Kötschach-Mauthen, Ortsstellenleiter Josef Lugger von der Bergrettung Lesachtal, die Ehrenfunktionäre EOBR Heribert Pitzler, EABI Erich Hofer EHBI Albert Zankl und EBI Franz Pfaffenberger sowie eine Abordnung der Kameraden aus Uggowitz im Kanaltal (Italien) an der Veranstaltung teil. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Trompetenquartett der Musikschule.

 

Text & Fotos: BI Florian Jost